Willkommen bei den
Dorfer Erzbrüdern
in Hausach
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Die Dorfer Erzbrüder unternahmen einen lehrreichen Besuch der Groupe Rodolphe im benachbarten Elsass/Pulversheim. Der ehemalige Bergmann Alain führte mit viel Leidenschaft und persönlicher Erfahrung durch die Geschichte des Bergwerks. Die grandiose Funktion der Bergwerksmaschinen für den Abbau des Kalivorkommens und die harten Bedingungen für die Männer, die bei über 45°C und nahezu 1000m unter Tage arbeiteten, wurde sehr authentisch präsentiert.

Bei der Suche nach Kohle und Erdöl stieß man im Jahr 1904 in einer Tiefe von 625 m auf ein riesiges Kalilager. Um ein Erz zu fördern, das vor Millionen Jahren vom Meer abgelagert wurde, begann die Produktion 1910 aus dem Wittelsheimer Becken nördlich der elsässischen Stadt Mülhausen. Seit 1947 wurden die Bergwerke und Fabriken vergrößert und modernisiert. So wurden beispielsweise 1987 aus 11 Millionen Tonnen Kali-Rohsalz mehr als 1,6 Millionen Tonnen Reinkali (K2O) hergestellt.

In den Hochzeiten arbeiteten 4.600 Personen in den Kaliminen, oft an extrem gefährlichen Arbeitsplätzen. Doch die Kameradschaft und das verdiente Einkommen überwog bei den Bergleuten. Die Maschinen und Aufzüge, die heute noch funktionsfähig sind, wurden 1928 installiert und verfügen über eine bikylindrokonische Trommel sowie zwei SACM-Belfort-Motoren mit 980 kW. Diese waren in der Lage, Massen von bis zu 30 Tonnen zu fördern. In den letzten Jahrzehnten wurden die 11 Bergwerke nach und nach geschlossen, der Bergbau wurde im Jahr 2002 eingestellt.

Als Kontrastprogramm konnten die DEB im benachbarten Ensisheim eine der weltweiten Produktionsanlagen von dem japanischen Unternehmen THK besuchen, für welches Reinhard Welle 40 Jahre in leitender Position tätig war. Bei der Werksbesichtigung gab es einen Einblick in die neueste Technologie von Produkten für die Automobilindustrie, den allgemeinen Maschinenbau, Medizintechnik, Halbleiterindustrie, Automatisierung, Werkzeugmaschinen sowie Luft- und Raumfahrt. Für alle ein Erlebnis, verbunden mit einem Hauch japanischer Kultur, zumal der zuständige Präsident des Werkes die DEB persönlich begleitete. Alles verlief reibungslos und final konnten die DEB im Ratskeller den Tag Revue passieren lassen.

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Text: R.Welle